Am 16.06.2018 um 00:15 Uhr waren wir auf dem Weg zur Ruine Burg Herrenzimmern. Die Voraussetzungen für die Sternenfotografie waren gegeben, d.h. es gab keine Wolken und natürlich auch die Sichtbarkeit der Milchstraße war erfüllt. Die Wettermodelle bestätigten meine Beobachtungen während der Woche, so dass ich mir eigentlich recht sicher war, dass wir die Sterne fotografieren können. Als wir an der Runine ankamen war ein „Fest“ im Gange. Zuerst waren wir etwas enttäuscht, da die Beleuchtung an der Burg eingeschaltet war und wir befürchteten, dass dieses Licht uns die Möglichkeit zum Fotografieren nimmt. Gott sei Dank war dem nicht so. Wir suchten uns ein Plätzchen abseits der Festgesellschaft und fotografierten die Sterne. Die Bilder sind mit einem lichstarken Objektiv 24-70 mm bei Blende 2.8 mit einer Belichtungszeit zwischen 15 – 20 Sekunden auf einem Stativ enstanden. Die Iso lag zwischen ISO 3200 und ISO 5000.

 

Die abschließende Bildbearbeitung fand in Lightroom und Photoshop statt Als sehr hilfreich hat sich die PhotoPills-App auf dem Smartphone erwiesen. Mit Hilfe der Night AR-Funktion in der App, konnten wir den Bildausschnitt sehr genau festlegen. Die genannte Funktion blendet die Milchstraße in das Handybild ein, so dass man sehr genau sehen kann, wo sich die Milchstraße befindet. Eine Stirnlampe, damit die Hände frei sind, hat sich als sehr hilfreich erwiesen und auch ein paar zusätzliche starke LED-Taschenlampen zum Aufhellen des Vordergrunds waren zusätzlich Bestandteil der Fotoausrüstung.

Mit dem Freewareprogramm Sequator kann man mehrere gleiche Aufnahmen verrechnen lassen, so dass die Milchstraße noch intensiver und mit weniger Rauschen zur Verfügung steht.

Beim nächsten Sternenshooting steht ein Sternepanorama auf dem Plan. Mal schauen was dabei herauskommt.