Startrailfotos, sind Fotos, die vom Sternenhimmel gemacht werden und dem Betrachter ein außergewöhnliches Bild zeigen. Diese Fotos haben ein ganz besonderes Merkmal: Die Sterne ziehen Kreise am Himmel, während der Vordergrund selbst unverändert bleibt. Dieser tolle Effekt entsteht durch die Drehung der Erde um sich selbst. Das Zentrum des Kreises, um welches sich die Sternspuren drehen, ist der Polarstern.
Wie erstellt man Startrailfotos?
Das ist vermutlich die Frage, die sich viele stellen werden:
Um gute Startrails zu machen, solltet ihr euch eine dunkle, abgelegene Umgebung suchen. Am besten weit weg von Städten, Autobahnen etc. da diese viel Licht abstrahlen. Diese „Lichtverschmutzung“ wird später auf euren Bildern zu sehen sein und ist nicht ansehnlich!
Sucht euch ein interessantes Vordergrundmotiv! Egal ob Gebirge, Gebäude, oder vieles andere. Denn so wird das Startrailfoto erst richtig interessant. Vermeidet jedoch bewegende Motive wie Bäume, da diese bei langen Belichtungszeiten verwischen!
Achtet darauf, dass ihr keine Wolken am Himmel seht, und die Sterne schön klar zu sehen sind, damit das Foto am Ende nicht trüb oder milchig aussieht und somit die Arbeit umsonst war.
Der Polartstern ist im Norden. Nur dann ist der Rotationspunkt im Bild zu sehen. Richtet man sein Bild nicht nordwärts aus, dann gibt es keine kreisförmigen Bewegunen, sondern nur „Striche“.
Verwendet ein stabiles Stativ, damit während der sehr langen Belichtungszeit keine Verwacklungen auf den Bildern sichtbar werden.
Zu den Einstellungen an der Spiegelreflexkamera gibt es folgendes zu sagen:
stellt eine möglichst große Blende ein, damit das wenige Licht der Sterne gut eingefangen wird und auch schwachleuchtende Sterne zu sehen sind. (Blende 8 – Blende 11)
wählt einen ISO-Wert, der kein Bildrauschen verursacht, denn das zerstört die feinen Sternspuren. (ISO 100 – 400).
Setzt die Verschlusszeit so, dass die Umgebung oder helle Bildteile nicht zu hell belichtet werden. Im Normalfall bewegt sich so eine Belichtung zwischen 30 – 180 Sekunden. Es gibt eigentlich 2 verschiedene Vorgehensweisen beim Belichten. Viele Bilder mit einer kürzeren Belichtungszeit, so um die 30 Sekunden zu verwenden oder man wählt eine längere Verschlusszeit zum Beispiel 180 Sekunden und braucht dann wesentlich weniger Bilder. Der Vorteil der letzt genannten Methode liegt in der Bildbearbeitung. Es ist schon ein großer Unterschied, ob man ca. 70 oder ca. 200 Bilder bearbeiten muß.
mit einem Fernauslöser erstellt ihr mit der längeren Belichtungszeit ca. 70 Bilder mit der eingestellten Belichtungszeit. Je mehr Bilder ihr macht, desto länger werden die Startrails auf euren Fotos. Ein Stern braucht 24 Stunden um einen kompletten Kreis zu ziehen! Meiner Erfahrung nach reichen aber 2 Stunden als Gesamtbelichtungszeit aus.
Deaktiviert die „Automatische Rauschunterdrückung“ in den Einstellungen, da sonst Lücken in den Sternspuren entstehen können.
Die größte Schwachstelle sind die Akkus. Im Winter sind diese extrem schnell leer. Ladet eure Akkus, nehmt ausreichend große Speicherkarten mit, denn wenn ihr einmal mit den Bildern angefangen habt, dürft ihr diese nicht mehr bis zum Ende unterbrechen! Sonst habt ihr unschöne Lücken in den Spuren und verwackelt im schlimmsten Fall das komplette Foto und zerstört somit das ganze Foto! Wenn ihr den Akku wechseln müsst, sollte das sehr schnell getan werden.