Fasnet – Stadt Rottweil

Die älteste Stadt Baden Württembergs | Fasnet – Stadt Rottweil

Als einer der wenigen Fotografen war es mir erlaubt, Bilder direkt aus dem Umzug machen zu dürfen. Getreu nach dem Motto der Rottweiler Fasnet „Niemand zum Leid – Jedem zur Freud“. Bei der Bildbearbeitung habe ich zur Verstärkung in Lightroom mit LUTs gearbeitet, also mit speziellen Farbprofilen. In meinem Farbprofil habe ich die Farben der Masken verstärkt. Nachfolgend ein kleiner Überblick über die Rottweiler Fasnet.

Nachdem die erste Erwähnung des Wortes „Fasnet“ in Rottweil in einer Urkunde bereits aus dem Jahr 1310 stammt, kommt der Begriff „Narrenzunft“ erstmals in Urkunden aus dem 17. Jahrhundert vor.

Am Schmotzigen Donnerstag findet der Fasnetsmarkt statt. Den ganzen Tag über sind verkleidete Schüler in der Stadt unterwegs. Am Abend ziehen Gruppen von Lokal zu Lokal und persiflieren das Stadtgeschehen.

Am Fasnetssonntag übernimmt die Narrenzunft bei der Proklamation um 11.45 Uhr vor dem Alten Rathaus das Stadtregiment. Im „Umzug für den Narrensamen“, der mittlerweile auch Kinderumzug heißt, ziehen Kinder im traditionellen Bajasskostüm ausgehend vom Schwarzen Tor in die Stadt ein. An diesem Umzug nehmen keine traditionellen Narrenkleider teil. Vor dem Umzug ziehen am Vormittag bereits die Ausscheller durch die Stadt und kündigen vom Beginn der Fasnet.

Am Fasnetsmontag um 8:00 Uhr beginnt der Narrensprung. Mit dem Glockenschlag strömen die Narren durchs Schwarze Tor. Ein zweiter Narrensprung wird am Dienstagmorgen um dieselbe Zeit veranstaltet, der dritte am Dienstag nachmittags um 14:00 Uhr. Nach den Sprüngen findet auf den Straßen von Rottweil ein Narrentreiben statt. Dabei laufen die Narren durch die Straßen und sagen den Passanten auf. Das Aufsagen ist eine Form des Rügerechts der Narren. Dabei benutzen sie häufig ein Narrenbuch, in dem zeichnerisch und bildhaft die größeren und kleineren Vorkommnisse aus dem lokalen Geschehen der Stadt seit der vergangenen Fasnet festgehalten sind. Die „Aufsageopfer“, für die es gleichwohl eine Ehre ist, von einem Narren angesprochen zu werden, dürfen nach dem Aufsagen „schnupfen“. Die Narren führen dazu eine Pralinenschachtel oder einen Korb mit, aus welchem die Angesprochenen sich eine kleine Süßigkeit als Vertröstung nehmen dürfen.

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