Mit Hilfer der lokalen Wettervorhersage aus dem Internet konnte ich erkennen, dass das Wetter mitmacht, d.h. dass es nicht regnet und die Bewölkung so ist, wie es zum Fotografieren sein sollte.Hier vor Ort in Wellendingen war es sehr diesig, so dass ich mir nicht sicher war, wie das mit dem Dunst auf dem Zeller Horn sein wird. Leider kann man Dunst noch nicht auf Wetterkarten vorhersagen. Diesen kann man nur vor Ort beurteilen. Ich machte mich also auf den Weg zum Zeller Horn. Es sind ungefähr 40 km zu fahren und vom Parkplatz aus, dann noch ein Fußmarsch von 20 Minuten. Im Rucksack war auch mein 70-200 mm Objektiv, damit ich die Burg aus der Nähe  fotografieren kann. Mit meiner APS-C-Sensor-Kamera hatte ich so insgesamt eine Brennweite von 300 mm zur Verfügung.

Blende 13 - ISO 100 - 1/100 Sekunde - Brennweite 105 mm

Blende 8 - ISO 100 - 1/320 Sekunde - Brennweite 300 mm 

 Blende 13 - ISO 100 - 1/100 Sekunde - Brennweite 39 mm

Bei der Bildkomposition war mir der Vordergrund wichtig, denn ohne Vordergrund kann im Bild keine Tiefe vermittelt werden. Mit der langen 300er-Brennweite war dies allerdings nicht möglich. Als weiteres Gestaltungselement wurde die Drittel-Regel und der goldene Schnitt benutzt. Die Bilder wurden in meiner Bildbearbeitungssoftware entwickelt. Hier konnte der „Dunst entfernen“-Regler zeigen was er kann.

Seit Kurzem plane ich alle meine Fotoausflüge mit einer speziellen App auf meinem Smartphone. Die App ermöglicht es mir genaue Vorhersagen bzgl. des Sonnen-/Mond- und Sternenstands treffen zu können und diese abzuspeichern. So kann man seine Fototour genau planen und weiß auch schon im Voraus wo sich die Sonne oder der Mond zum genannten Zeitpunkt auf die Minute genau befindet.  Der Planungsmodus kann auch ein Eintrag im Kalender hinterlegen, oder die komplette Route in der Handynavigation planen. Bilder vor Ort und Notizen runden das Ganze ab. Bei Wunsch kann man anderen Fotobegeisterten die Tour komplett mit allen Angaben per Mail zusenden, so dass auch der Empfänger ohne Probleme per Datenimport in der App Zugriff auf die komplette Tour hat.

Mit einem Mehraufwand in der Bildbearbeitung kann das Bild noch weiter verbessert werden. Es entstehen so klarere Strukturen, mehr Details und auch die Farben können so verändert werden. Man sieht genau, dass es einen richtigen Dunststreifen am Horizont gab.