25 Einzelbilder Sterne mit F/4 / 18 Sekunden Belichtung / ISO 3200. 5 Dark Frames mit identischen Einstellungen. 5 Bilder Lightpainting mit F/5.6 / 20 Sekunden Belichtung / ISO 500. Bearbeitet in Lightroom / Sequator und Photoshop. Brennweite 16 mm an einer Vollformatkamera

zur besseren Veranschaulichung was mit der Bildbearbeitung möglich ist, stellvertretend einzelne Bilder, die mit der Berabeitung in einem Foto zusammengefasst werden.

Lightpainting mit F/5.6 / 20 Sekunden Belichtung / ISO 500. Mit dem Lightpainting kann einfach noch mehr Tiefe und Abwechslung im Bild geschaffen werden.

Dark Frames mit identischen Einstellungen F/4 / 18 Sekunden Belichtung / ISO 3200. Wird zur Rauschreduzierung im Stackingprogramm benutzt.

Einzelbilder Sterne mit F/4 / 18 Sekunden Belichtung / ISO 3200

Lightpainting mit F/5.6 / 20 Sekunden Belichtung / ISO 500

nachdem man also so ungefähr:

  • 10 Dark Frames
  • 25 Sternebilder für das Stacking
  • 5 Bilder Lightpainting
  • 5 Bilder mit einer korrekten Belichtung für den Vordergrund

erstellt hat beginnt die eigentliche Bildbearbeitung.

Die Schritte im Einzelnem:

  1. Import der Bilder in Lightroom

Die Bilder werden von der Speicherkarte der Kamera in Lightroom importiert. Es werden ein paar wenige Anpassungen an den Bildern vorgenommen.

– Schärfen, Entrauchen, Weißabgleich, minimale Reduktion der Lichter, minimale Anhebung der Weßwerte. Diese Änderungen werden auf die Sternebilder fürs Stacking übertragen.

Die Dark Frames und auch die Sternenbilder werden aus Lightroom exportiert, damit die Bilder mit Hilfe des Sequator-Programm (es handelt sicht um eine freie Software) bearbeitet werden können. Sequator ist ein Spezialprogramm zur Bearbeitung von Sternenbilder. Sequator kann im Wesentlichen die Sternenbilder überblenden, dabei den Vordergrund einfrieren und das Rauschen minimieren. Es wird eine neue Datei erstellt, die die Grundlage für eine nachfolgende Bearbeitung bildet.

  2. Sequator

– Sternenbilder, Noise-Images (Dark Frames) hinzufügen und den Namen der neuen Datei festlegen.

Vor der Eigentlichen Bearbeitung die Optionen bestimmen:

Farbraum: AdobeRGB, Enhance Starlight, Freeze Ground und dann in der Sky Region: Partial mit der Maus den Himmel ausmalen. Es wird eine Maske erstellt, damit der Vordergrund auf der Basis der Maske eingefroren wird.

Mit dem Start der Bearbeitung, werden die Sterne in den einzelnen Bildern ausgerichtet, das Rauschen minimiert und dann zu einem Bild zusammengesetzt.

   3. Bildbearbeitung Photoshop

In Photoshop findet eine Grundbearbeitung statt, d.h.es wird die Farbe und Helligkeit des Bildes angepasst. Danach erfolgt eine Minimalisierung der Sterne und ein weiteres Schärfen und Entrauschen wird angewendet. Diese Art der Bildbearbeitung ist in Lightroom so nicht möglich. Es gibt wesentlich bessere Verfahren für das Entrauschen von Bildern in Photoshop. So kommen durch das Stacken der Bilder auch mehr Sterne auf das Bild. In Photoshop kann gezielt die Anzahl der Sterne reduziert werden, um so die Bildwirkung der Milchstraße noch besser hervorzuheben.

-Dieses Bild wird abgespeichert und in Lightroom importiert. Das Bild ist die Grundlage für weitere Kompositionen oder Bearbeitungen.

– Man kann Bilder des Lightpaintings und auch Bilder des korrekt belichteten Vordergrund in verschiedenen Ebenen in Photoshop bearbeiten. Mit dem Ebenenmodus Aufhellen legt man die Ebenen übereinander und mit Hilfe von Masken wird der Vordergrund aus einzelnen Bildern zusammengesetzt, so dass der Himmel aus dem gestackten Bild und der Rest, d.h. der Vordergrund aus den anderen Bildern übernommen wird.

   4. Abschließende Bearbeitung Lightroom

Meine abschließende Bildbearbeitung erledige ich in Lightroom, da dies meine bevorzugte Software zur Bildentwicklung ist.

– Am Bild selber werden zuerst globale Bildeinstellungen, also Einstellungen, die sich auf das ganze Bild auswirken durchgeführt. So zum Beispiel Struktur, Klarheit und HSL-Anpassungen.

– Im letzten Schritt in Lightroom werden lokale Anpassungen für die Milchstraße durchgeführt. Meistens werden die Lichter, Weißwerte, Kontraste und die Klarheit gezielt verändert. Mit Hilfe der Farbtemperatur und der Tonung kann gezielt das Aussehen der Milchstraße zum Vorschein gebracht werden.

25 Einzelbilder Sterne mit F/4 / 18 Sekunden Belichtung / ISO 3200. 5 Dark Frames mit identischen Einstellungen. 5 Bilder Lightpainting mit F/5.6 / 20 Sekunden Belichtung / ISO 500. Bearbeitet in Lightroom / Sequator und Photoshop.

25 Einzelbilder für die Sterne mit F/4 / 18 Sekunden Belichtung / ISO 3200. 5 Dark Frames mit identischen Einstellungen. Bearbeitet in Lightroom / Sequator und Photoshop. Komposition ohne zusätzliches Lightpainting.

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